Was ist eigentlich ein Fotofilm?
Der Fotofilm ist ein Film, der in seiner visuellen Erscheinung überwiegend oder gänzlich aus Fotografien besteht. Der Begriff „Fotofilm“ weist auf die Machart hin, nicht jedoch auf die Filmform. Beim Fotofilm kann es sich also um eine Dokumentation, einen Spielfilm, Reisefilm, Kunst-, Trick- oder Experimentalfilm usw. handeln.
Hauptmerkmal des Fotofilms ist, mit fotografischen Aufnahmen eine filmisch fließende Geschichte im optischen Ausdruck verständlich zu gestalten. Bildsequenzen werden durch verschiedenstes Fotomaterial, sowie mittels Bewegungsfotografie, Bildanimationen und Bildmontagen entwickelt. Sprache trägt in erforderlichem Umfang zum Verstehen der Filmaussagen bei. Der emotionale Ausdruck wird durch die Tonmischung mitgestaltet. Stellenweise auch durch Videosequenzen ergänzt.
Eine Erweiterung des Fotofilms kann mittels Videoaufnahmen sehr reizvoll sein. Die anspruchsvolle Aufgabe besteht darin, Video- oder Filmaufnahmen sparsam in den Fotofilm zu integrieren, sodass sich eine selbstverständliche Symbiose ergibt.
Der Fotofilm hat eine lange Tradition auf analogem Trägermaterial, überwiegend entstanden durch das Abfilmen von Fotoreihen und synchronisiert mit ergiebigen verbalen Erzählungen.
Doch seit einigen Jahren sind durch die digitalen Entwicklungen im Foto- und Filmbereich sowie durch die digitalen Montageprogramme die Grenzen der Gestaltung aufgebrochen. Die Filmemacher von heute stehen deshalb am Beginn eines sehr weiten Feldes von Möglichkeiten, welches mit fotofilmischer Kreativität gefüllt werden kann.
